Blume des Monats Dezember: der Weihnachtsstern

Blume des Monats Dezember: der Weihnachtsstern

Wenn Lichterketten, Lebkuchen und Adventsgestecke Einzug in unsere Zuhause halten, ist auch eine Pflanze meist nicht weit: der Weihnachtsstern!

Er verkörpert die Weihnachtszeit wie keine andere Pflanze und ist gerade in leuchtendem Rot in beinahe jedem Haushalt zu finden. Sein Einzug in die Zimmer signalisiert: Weihnachten ist nicht mehr weit.

Somit ist der Weihnachtsstern für die meisten Menschen nicht einfach nur eine Pflanze wie jede andere, sondern vielmehr ein Teil des vorweihnachtlichen Rituals. Ohne ihn fehlt einfach etwas.

Die Herkunft des Weihnachtssterns

Wie so viele der schönen Pflanzen, an denen wir uns heute erfreuen, hat auch der Weihnachtsstern seinen Ursprung in Südamerika.

Dort findet man ihn in den tropischen Laubwäldern. Allerdings nicht unbedingt in der Form, wie wir ihn hier kennen, sondern vielmehr als Strauch, der eine Höhe von bis zu vier Metern erreicht.

Der eher kompakte Weihnachtsstern, den wir kennen, ist eine gärtnerisch kultivierte Pflanze und nicht nur kleiner, sondern auch nicht so stark verzweigt.

Schon die Azteken kannten den Weihnachtsstern und gaben ihm dem Namen Lederblume. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde dann der Naturforscher Alexander von Humboldt auf seinen Reisen auf die Pflanze aufmerksam und brachte sie auch mit nach Europa.

Auch ein Amerikaner (Joel Poinsett) war einige Jahre später von der Pflanze begeistert, brachte sie mit in seine Heimat und so wurde sie wohl in Pennsylvania erstmals auch in Gärtnereien verkauft. Nach dem Mann, der sie ins Land brachte, wurde sich häufig auch Poinsettia genannt.

Wie wurde aus der Pflanze der Weihnachtsstern?

Dass eine südamerikanische Pflanze in einigen Teilen der Welt als Weihnachtsstern bekannt wird, passiert nicht einfach so.

In diesem Fall war eine deutsche Auswandererfamilie dafür verantwortlich. Sie sorgte im Kalifornien des beginnenden 20. Jahrhunderts dafür, dass die Poinsettia zur Weihnachtsblume wurde und zu jener Zeit vor allem als Schnittblume angeboten wurde.

Dass der Weihnachtsstern als Topfpflanze heute auch in unseren gut geheizten Räumen problemlos überleben kann, ist auch deutschen Züchtern zu verdanken.

Somit ist die südamerikanische Pflanze doch ganz schön deutsch und daher ist es kein Wunder, dass sie bei uns auch einfach zum Weihnachtsfest dazu gehört.

Wissenswertes über die Pflanze

Nicht nur die Geschichte des Weihnachtssterns ist interessant – auch die Pflanze an sich hält einige Überraschungen bereit.

Wussten Sie beispielsweise, dass es sich bei den roten Blättern gar nicht um Blütenblätter handelt? Da es aufgrund der Färbung naheliegt, wird das immer angenommen. Fakt ist jedoch, dass es sich dabei nur um so genannte Hochblätter handelt, die die eigentliche unscheinbare Blüte umrahmen.

Interessant ist auch, dass die Blüten eingeschlechtig sind. Sie sind also männlich oder weiblich. Beim Weihnachtsstern ist die Blüte in der Mitte immer weiblich, darum herum ordnen sich dann die männlichen Blüten kreisförmig an und werden oft gar nicht als solche erkannt.

Während bei uns der Weihnachtsstern vor allem in klassischem Rot beliebt ist, wurde seine Farbvielfalt durch Züchtungen erweitert und er ist auch in rosafarbenen und cremeweißen Tönungen erhältlich.

Vorsichtig sollten übrigens Tierbesitzer sein, wenn sie mit einem Weihnachtsstern ihr Zuhause verschönern möchten. Der Pflanzensaft ist giftig und nehmen unsere Haustiere (Hunde, Katzen, Vögel oder auch Nager) ihn auf, kann es zu Vergiftungserscheinungen verschiedener Art kommen.

Es ist daher wichtig, die Pflanze so zu platzieren, dass die Haustiere damit nicht in Berührung kommen.

Pflegetipps für den Weihnachtsstern

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Weihnachtsstern haben, geben wir Ihnen natürlich auch gern noch ein paar Tipps zur Pflege mit an die Hand.

Grundsätzlich ist der Weihnachtsstern eine Pflanze, die keine großen Ansprüche stellt. Aber ein bisschen kann man immer tun, damit es der Pflanze noch besser geht.

Beim Weihnachtsstern macht vor allem der Standort viel aus. Aufgrund der Herkunft mag die Pflanze es sonnig und warm und fühlt sich daher auf der Fensterbank sehr wohl. Südfenster bevorzugt.

Zu warm darf es allerdings auch nicht werden und deshalb sollte sich unter der Fensterbank nicht gerade ein Heizkörper befinden, der viel genutzt wird.

Ansonsten gilt es, den Weihnachtsstern nicht übermäßig zu gießen – Staunässe mag er nämlich nicht. Ist überschüssiges Wasser im Übertopf, sollte das am besten abgeschüttet werden.

Spendiert man dem Weihnachtsstern dann noch einmal im Monat etwas Pflanzendünger, ist er rundherum zufrieden und wird lange Freude machen!

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